Förderpreis Ökologischer Landbau 2011

Im Januar 2010 wurde das zehnjährige Jubiläum des Förderpreis Ökologischer Landbau gefeiert. Ilse Aigner, die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, lädt erfolgreiche Unternehmerinnen und Unternehmer der ökologischen Landwirtschaft zur Teilnahme an der nächsten Runde des öffentlichkeitswirksamen Wettbewerbs ein. Anmeldeschluß ist der 30. Juni.

Aufgerufen sind Unternehmen, die mit ihrem Know-how entwickelte Konzepte in ihren Betrieben umgesetzt haben und dadurch interessante Impulse für eine innovative Entwicklung der gesamten Branche setzen konnten.

Mehr Informationen findet man auf der entsprechenden Internetseite: http://www.foerderpreisoekologischerlandbau.de/

Dort ruft Ministerin Aigner zur Teilnahme auf:

  • Beteiligen Sie sich mit Ihrem erfolgreichen Betriebskonzept am Wettbewerb um den Förderpreis Ökologischer Landbau 2011!
  • Überzeugen Sie Jury und Kollegium von Ihren Ideen und Innovationen!
  • Bereiten Sie neue Wege und Felder für die Branche der ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft!

Teilnahmebedingung für den Förderpreis Ökologischer Landbau

Der gesamte Betrieb muss  seit mindestens zwei Jahren nach den Regeln des ökologischen Landbaus bewirtschaftet werden

Es können sich alle landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland (einschließlich Spezialbetriebe wie zum Beispiel Winzer oder Obst- und Gemüsebetriebe) sowie Zusammenschlüsse ökologisch wirtschaftender Betriebe bewerben

Die genauen Bedingungen sind hier nachzulesen.

Der Preis ist mit insgesamt bis zu 22.500 Euro dotiert und wird maximal an drei Siegerbetriebe vergeben. Bewerben Sie sich bis zum 30. Juni 2010.

Ausgerichtet wird der Wettbewerb durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Hinweis: Die Preisgelder werden als De-minimis-Beihilfen nach der Verordnung (EG) Nr. 1535/2007 der Kommission vom 20.12.2007 über die Anwendung der Artikel 87 und 88 EG-Vertrag auf De-minimis-Beihilfen im Agrarerzeugnissektor
(Amtsblatt der EG Nr. L 337 vom 21.12.2007, S. 35) eingestuft.

Neben der bei einer Teilnahme zu erwartenden öffentlichen Aufmerksamkeit sollten auch die attraktiven Gewinnsummen eine Teilnahme am Wettbewerb um den Förderpreis Ökologischer Landbau 2011 animieren.

Liquiditätshilfekredite für Landwirte in Deutschland

Mit Hilfe der Liquiditätshilfekredite können Liquiditätsengpässe aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise zinsgünstig überbrückt werden. Gleichzeitig wird die Finanzierung notwendiger Betriebsmittel gesichert.

In 2011 ist beabsichtigt, noch einmal 25 Millionen Euro einzusetzen. Das Liquiditätshilfeprogramm ist Bestandteil des insgesamt 750 Millionen Euro umfassenden Maßnahmepakets der Bundesregierung zur Bewältigung der Krise in der Landwirtschaft. Weitere Bestandteile des Programms sind das Grünlandmilchprogramm mit 500 Millionen Euro und die Aufstockung des Bundeszuschusses an die LUV um 200 Millionen Euro.

Anträge zum neuen Programm nimmt die Landwirtschaftliche Rentenbank von Anfang März an entgegen. Mit den vorgesehenen Haushaltsmitteln kann allein 2010 ein Kreditvolumen von rund 500 Millionen Euro um bis zu 2 Prozentpunkte verbilligt werden. Neben der Zinsverbilligung stehen auch Ausfallbürgschaften zur Besicherung der Liquiditätshilfekredite zur Verfügung.

Quelle und weitere Informationen: Bundesministerium für Landwirtschaft.

Erntehelfer für Spargel und Erbeeren

Endspurt – der Winter dauert zwar noch an, aber das Ende dieser rekordverdächtigen Kälte ist absehbar. Zeit also, sich auf die anstehenden Feldarbeiten vorzubereiten. Das Team vom Erntehelferdienst sucht noch Arbeit für seine bulgarischen Erntehelfer. Ob Spargel, Erdbeeren, Äpfel, Kernobst oder Unterstützung im Weinberg:  Wir bieten für jeden interessierten Landwirt oder Winzer  eine professionelle und kostengünstige Lösung.

Wenn Sie also noch Erntehelfer für die Spargel- oder Erdbeeren-Ernte suchen, freuen wir uns auf Ihre Anfrage. Nutzen Sie dafür das Kontaktformular auf dem Internetauftritt des Erntehelferdienst.

Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft

Das neue Jahr 2010 hat gerade begonnen. Zeit, sich mit dem Thema Saisonarbeitskräfte  in der Landwirtschaft zu befassen. Denn nur wer zeitig mit der Planung seiner Feldbewirtschaftung beginnt, wird letztlich zu guten Resultaten kommen.

Für die Beschäftigung der Saisonarbeitskräfte gibt es mehrere Möglichkeiten. Die beliebteste ist wohl eine Anstellung als Saisonarbeitskraft über die Bundesagentur für Arbeit. Hier wird die gewünschte Person entweder persönlich angefragt, oder auf die Personalempfehlung der BA vertraut.

Die direkte Anfrage ist aus verschiedenen Gründen die bessere Wahl, hier fragt man entweder bereits bekannte Arbeitskräfte an, die etwa in der Vergangenheit bereits für den eigenen Betrieb gearbeitet hatten, oder sucht mittels Dienstleistern direkt in der osteuropäischen Herkunftsländern nach Saisonarbeitskräften. Eine solche Unterstützung bei der Suche nach Saisonarbeitskräften aus Bulgarien bietet etwa der Erntehelferdienst an.

Das Verfahren über die BA ist relativ bürokratiefrei zu realisieren. Für längere Anstellungen, denn der Saisonarbeitsrstatus ist in der Landwirtschaft für maximal 6 Monate möglich, besteht auch die Möglichkeit einer Anstellung, die der von deutschen Arbeitnehmern entspricht. Da für Osteuropäer noch bestimmte Übergangsbestimmungen gelten, fällt hier jedoch zusätzlicher administrativer Aufwand an, zudem kann die BA die Arbeitserlaubnis für die Osteuropäer auch verweigern und muss dann einen deutschen Alternativkandidaten vermitteln.

Für größere Betriebe ist das Abschließen eines Dienstleistungsvertrages mit einem auf Landwirtschaft spezialisierten Dienstleistungsunternehmen aus Osteuropa eine weitere Möglichkeit. Hier bezahlt der deutsche Auftraggeber für eine genau definierte Leistung, die durch ein ausländisches Unternehmen ausgeführt wird. Die Arbeitskräfte sind dann bei diesem Unternehmen eingestellt, d.h. die Steuern- und Sozialabgaben werden in den Herkunftsländern abgeführt.

Oft ist diese Variante die kostengünstigste, sie kommt aber nur für Arbeitseinsätze in Frage, bei denen eine größere Anzahl von Arbeitskräften eingesetzt werden muss. Ansonsten wird der Einspareffekt durch den erheblichen bürokratischen Aufwand zunichte gemacht. Wichtig ist, dass in letzterem Fall der Nachweis der Sozialversicherung im Herkunftsland für jeden Arbeitnehmer gewährleistet wird, hierzu findet das Dokument E101 Verwendung. Dies wird in den Herkunftsländern ausgestellt und von den deutschen Behörden ohne weitere Nachprüfung akzeptiert.

Regierungserklärung zur Landwirtschaft

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat gestern, am 11.11.2009, eine Regierungserklärung zu der zukünftigen Landwirtschaftspolitik der neuen Bundesregierung abgegeben. Hierbei ging sie inbesndere auf die Rolle der deutschen Agrarwirtschaft für den Erhalt von Naturlandschaften sowie die Erzeugung erneuerbarer Energien ein:

„Nachhaltigkeit ist die Ökonomie des 21. Jahrhunderts“, sagte die Ministerin. Dort sei die Agrarwirtschaft längst angekommen. In früheren Zeiten besaß die Landwirtschaft die alleinige Aufgabe, Menschen mit Nahrung zu versorgen. Heute sorge sie nicht nur für hochwertige Lebensmittel, sondern liefere einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung mit Erneuerbaren Energien, stehe für den Erhalt der Naturlandschaften sowie der Biodiversität und starke ländliche Räume.

Eine Zusammenfassung der Rede kann auf der Seite des Bundesministeriums nachgekesen werden.

Koalitionsvertrag: Saisonarbeit wird vereinfacht

Im gerade beschlossenen Koalitionsvertrag von Union und FDP wird auch das Thema Saisonarbeit behandelt.
Zitat S. 15 (Entwurfsfassung)

Darüber hinaus werden wir Regelungen zur Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit, Arbeitsplatzannahme für Studenten mit deutschem Hochschulabschluss, für Künstler und Sportler sowie für Saisonarbeitskräfte überprüfen und Vereinfachungen anstreben. Die Regelungen für die Beschäftigung von Saisonarbeitskräften werden auch im Interesse der Sonderkulturbetriebe vereinfacht.

Jede Vereinfachung ist zu begrüßen. Konkrete Informationen zu den im Koalitionsvertrag angedachten Änderungen sind noch nicht bekannt geworden.

Milch: Lage an den Märkten entspannt sich

„Die Situation am Weltmilchmarkt hat sich leicht verbessert und die Milchindustrie geht von weiteren Schritten der Erholung aus“, sagte Karl-Heinz Engel, Vorsitzender des Milchindustrieverbandes (MIV), auf einer Pressekonferenz anlässlich des Weltmilchgipfels des Internationalen Milchverbandes IDF am 21. September in Berlin. Nachdem das Handelsvolumen für Milch in 2008 leicht rückläufig war, seien seit einigen Wochen wieder positive Signale auf dem Weltmilchmarkt zu erkennen.

Trotzdem hält der Bauernverband eine Unterstützung der Milchbauern für dringend notwendig. Im Rahmen von Gesprächen über eine EU-Förderung stellte Bauernverband-Präsident Sonnleitner klar:

„Wir waren uns alle einig, dass die Situation unserer Milchbauern miserabel ist und deshalb zusätzliche, sofort am Markt wirksame Maßnahmen zwingend erforderlich sind“.

Sonnleitner sieht Existenz von Landwirten bedroht

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, machte sich auf der Demonstration am 25. Mai 2009 in Berlin im Rahmen der Aktionswoche des Deutschen Bauernverbandes für ein Krisenpaket Landwirtschaft stark. Die deutschen Landwirte würden derzeit 800 Millionen Euro pro Monat verlieren.

Hält dies an, erleiden die Betriebe einen Verlust von ¾ ihres Einkommens. Das geht an die Wurzeln, viele Betriebe sind existenziell betroffen!“ .

Es gibt auch eine spezielle Internetseite, die über die Aktionen der Bauern informiert:
http://www.danke-jetzt-reichts.de/

Kein Genmais in Deutschland

Wie Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner heute in einer Pressekonferenz mitteilte, darf der Genmais der Maissorte MON 810 der Firma Monsanto nicht mehr in Deutschland angebaut werden.

Ministerin Aigner äußerte sich dahingehend, dass sie berechtigte Gründe zur Annahme sehe, dass beim Anbau von MON 810 eine Gefahr für die Umwelt ausgehe. Diese Entscheidung sei jedoch nicht als Grundsatzentscheidung im Bereich grüne Gentechnik zu verstehen.

Da derzeit keine andere genmanipulierte Maissorte auf deutschem Boden angebaut wird, kommt das Verbot der Maissorte der Firma Monsanto einem generellen Stopp des Genmais-Anbaus gleich.

Saisonarbeiter-Broschüre

Die Bundesagentur für Arbeit hat eine überarbeitete Fassung der Rechtsgrundlagen für die Beschäftigung von Erntehelfern veröffentlicht. Hauptsächlich ging es bei der Überarbeitung um die Einarbeitung der durch den Bundesrat abgesegneten Verlängerung der Arbeitszeit für Saisonarbeitnehmer von vier auf sechs Monate (Änderung des § 18 BeschV zum 1.Januar 2009).

Hier können Sie die Durchführungsanweisungen der Bundesagentur zur

Vermittlung von Saisonarbeitern und Schaustellergehilfen downloaden.

Die Broschüre bietet detaillierte Information für die betroffenen Branchen.